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Praxisnewsletter 02 | 2015 | Schwerpunktpraxis für Akupunktur und Naturheilverfahren

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Liebe Patientinnen, liebe Patienten,

der Frühling ist für viele Menschen die schönste Jahreszeit, geprägt von Dynamik, Wandlung und Wachstum. Für die Pollenallergiker ist der 'Genuss' dieser Jahreszeit häufig mit starken Einschränkungen verbunden. Brennende Augen, laufende Nase, Juckreiz und viele weitere unangenehme Begleiterscheinungen sind an der Tagesordnung. Hier kann die Behandlung mit Akupunktur und/oder Homöopathie häufig Linderung verschaffen. Die Behandlung ist im Gegensatz zur Einnahme schulmedizinischer Medi-kamente nebenwirkungsfrei. Sprechen Sie uns an, wir helfen Ihnen gerne dabei das Frühjahr besser zu genießen. Gemeinsam suchen wir mit Ihnen nach individuellen, naturheilkundlichen Behandlungs-möglichkeiten.

Aktuell
Besuch vom NDR
Am 25. Februar 2015 hatten wir Besuch vom NDR. Die Redaktion der Sendung „Visite“ drehte in unserem Zentrum einen Beitrag mit Dr. Hecker zum Thema „Triggerpunkte“. Die Sendung wurde am 3. März 2015 ausgestrahlt und ist unter dem Link http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/visite/Das-Gesundheitsmagazin,sendung342264.html noch abrufbar.

Erneuter Nachdruck
Das Buch „Aku-Taping – Akupunkturpunkte, viscerale und myofasziale Triggerpunkte“, an dem Dr. Hecker als Herausgeber und Autor beteiligt ist, ist gerade in einem unveränderten Nachdruck im Haug Verlag/Stuttgart erschienen. Der wiederholte Nachdruck des Buches zeigt, wie groß das Interesse an der Methode des Aku-Tapings ist.

Neues Akupunkturbuch
Und noch etwas tut sich auf dem Buchmarkt: Der „Taschenatlas der Akupunkturpunkte und Triggerpunkte“, an dem Dr. Hecker ebenfalls als Herausgeber und Autor beteiligt ist, erscheint im März im Haug Verlag/Stuttgart.

Akupunktur Aktuell

Der besondere Fall
Eine Mutter kam mit ihrer sieben Jahre alte Tochter in unsere Praxis, da diese an einem unstillbaren Niesen litt. Dieses Niesen war aufgetreten, nachdem das Mädchen bei einer Freundin intensiven Kontakt zu Hunden und Meerschweinchen gehabt hatte, und dauerte nun schon sechs Tage lang an. Seit zwei Tagen konnte sie wegen ihrer Beschwerden nicht mehr zur Schule gehen. Der Kinderarzt hatte ihr ein cortisonhaltiges Nasenspray und Antihistaminika verordnet, doch eine Besserung trat nicht ein. Daraufhin führten wir in unserer Praxis eine Akupunkturbehandlung durch. Bereits unter der ersten Behandlung hörten die Beschwerden direkt nach dem Einstich der Nadeln auf. Auch nach der Behandlung trat das Niesen nicht mehr auf. Hier zeigt sich sehr schön die Wirkung der Akupunktur bei einem offensichtlich allergischen Niesen.

Akupunktur bei polyzystischem Ovarialsyndrom
Das polyzystische Ovarialsyndrom ist eine der häufigsten Stoffwechselstörungen von Frauen im geschlechtsreifen Alter. Der Androgenspiegel ist dann erhöht, typische Folgen sind Zyklusstörungen und Unfruchtbarkeit. In Schweden wurde nun eine Studie an Frauen mit dieser Stoffwechselstörung durchgeführt. 84 Patientinnen wurden in drei Gruppen eingeteilt und 16 Wochen lang behandelt: eine Gruppe mit Elektroakupunktur, eine mit Physiotherapie und eine gar nicht. In der Akupunktur-Gruppe ging der Androgenspiegel signifikant zurück und die Menstruationsfrequenz erhöhte sich. Auch die Aknewerte nahmen ab. Insgesamt zeigte die Akupunktur eine bessere Wirkung als die Physiotherapie.

Kleine Homöopathiekunde

Belladonna [Tollkirsche]
Belladonna ist eine heimische Giftpflanze, bereits drei bis fünf Beeren können bei Kindern eine tödliche Wirkung entfalten. Typische Vergiftungserscheinungen sind erweiterte Pupillen, heiße und gerötete Haut und ein schneller Herzschlag. Dementsprechend wird Belladonna in der Homöopathie bei fieberhaften Infekten, Entzündungen an Augen, Ohren und Haut sowie an Harnblase und Genitalien, bei Sonnenbrand, Magen-Darm-Krämpfen und Bronchitis eingesetzt. Typische Leitsymptome sind hier plötzlich auftretendes Fieber, klopfende Kopfschmerzen, ein rotes und heißes Gesicht, brennende Schmerzen an Haut und Schleimhäuten sowie kolikartige Schmerzen. Im Unterschied zu Aconitum, das ebenfalls bei plötzlich auftretenden Infekten eingesetzt werden kann, fühlen sich Belladonna-Patienten oft benommen. Zudem wird der Belladonna-Zustand durch Kaltwerden nach Überhitzung ausgelöst, während bei Aconitum kalte trockene Luft der Auslöser ist. Ferrum phosphoricum kann ebenfalls bei beginnenden Infekten eingesetzt werden, jedoch sind bei Belladonna die Symptome wesentlich heftiger und die Patienten fühlen sich kränker. Ein weiteres Mittel bei grippalen Infekten ist Apis. Ein Unterschied zwischen den beiden Medikamenten ist, dass Belladonna-Patienten großen Durst verspüren, Apis-Patienten dagegen nahezu durstlos sind. Zudem sehnen sich Apis-Patienten nach Kälte, im Belladonna-Zustand wollen sie es dagegen warm haben.

Aconitum [Eisenhut]
Aconitum ist ein Hahnenfußgewächs, das ursprünglich aus Sibirien stammt, sich aber schon sehr früh auch nach Mitteleuropa ausbreitete. Die Pflanze ist giftig und wirkt auf Herz und Kreislauf, das Nervensystem und die Psyche sowie auf das Immunsystem und die weiblichen Geschlechtsorgane. In der Homöopathie wird Aconitum bei plötzlich auftretenden heftigen ngeativen Gemütsregungen eingesetzt. Patienten leiden unter Panikattacken bis hin zur Todesangst oder stehen unter Schock. Weitere typische Leitsymptome sind plötzliches Fieber oder Nervenschmerzen, Ohnmachtsneigung oder eine blasse Gesichtsfarbe.

Diese Leitsymptome treten plötzlich und mit großer Heftigkeit auf und verschlimmern sich nachts. Auch Kälte, Lärm und Alleinsein verschlechtern. Ruhe, Schwitzen, frische Luft und kalte Getränke verschaffen dagegen Linderung.

Aconitum ist das Erste-Hilfe-Mittel nach einem Unfall. Zudem wird es bei Nervenschmerzen oder Gesichtsneuralgie, Erkältungskrankheiten und Heiserkeit, Herzbeschwerden oder akuter Blasen-/Harnwegsentzündung eingesetzt. Bei Erkältungskrankheiten und fieberhaften Infekten ist eine sorgfältige Differenzierung zu Belladonna und Ferrum phosphoricum nötig. Während bei Aconitum kalte trockene Luft der Auslöser ist, wird der Belladonna-Zustand durch Kaltwerden nach Überhitzung verursacht. Zudem fühlen sich Belladonna-Patienten häufig benommen. Bei Ferrum phosphoricum dagegen beginnt der Infekt langsam, nicht plötzlich und heftig wie bei Aconitum.

Wir hoffen, dass Ihnen das Lesen des Newsletters wieder viel Spaß gemacht hat.

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